Branche · Zeiterfassung
Wie Reinigungsbetriebe Arbeitszeiten dokumentieren
Redaktion: Vivo · Veröffentlicht 22.08.2026 · Aktualisiert 22.08.2026
Kurze Antwort
In der Reinigung arbeitet dieselbe Person oft an zwei Objekten mit einer Lücke dazwischen. Dokumentiert wird nicht das Objekt, sondern Beginn, Ende und Unterbrechung der Person. Die Objektliste sagt, wo geputzt wurde – nicht, wann die Arbeitszeit begann.
Mehrere Objekte
- 05:30Objekt A – früher Einsatz
- 08:00Unterbrechung
- 16:00Objekt B – Abend
- 18:30Feierabend
Fünf Uhr Objekt A, nachmittags Objekt B
Viele Touren beginnen vor dem Büroalltag und enden, wenn andere Feierabend haben. Dazwischen liegt oft echte Freizeit, kein durchgehender Dienst. Wer nur „Objekt A + Objekt B“ notiert, verliert die Unterbrechung.
Mehrere Objekte
- 05:30Objekt A – früher Einsatz
- 08:00Unterbrechung
- 16:00Objekt B – Abend
- 18:30Feierabend
Das Objekt ist kein Stempel
Die Auftragsliste sagt, welche Fläche fällig war. Sie sagt nicht, wann die Person angefangen hat, ob sie Pause hatte und wann sie fertig war. Für den Lohn und für den Arbeitsschutz zählt die Person.
Teilzeit und Minijob
Kurze Einsätze addieren sich. Ohne tägliche Uhrzeiten sieht niemand, wann die Minijob-Grenze oder die tägliche Höchstarbeitszeit ins Wanken gerät. Das ist Organisation, keine Steuerberatung.
Quellen & Stand
Aktualisiert: August 2026
- BAG, Beschluss vom 13. September 2022 – 1 ABR 22/21 · Bundesarbeitsgericht
- Arbeitszeitgesetz (ArbZG) · gesetze-im-internet.de
Dieser Beitrag stützt sich auf öffentlich zugängliche Primärquellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
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