Fachwissen · Zeiterfassung
Zeiterfassung für kleine Unternehmen
Redaktion: Vivo · Veröffentlicht 22.08.2026 · Aktualisiert 22.08.2026
Kurze Antwort
Kleine Unternehmen brauchen keine Personalabteilung, um Arbeitszeiten zu dokumentieren. Sie brauchen eine gemeinsame, personenbezogene Liste von Beginn, Ende und Pause – und eine Person, die am Monatsende fehlende Tage anspricht, bevor der Steuerberater fragt.
Inhalt
Was im Vier-Personen-Team wirklich passiert
Im kleinen Betrieb kennt jeder die Schichten ungefähr. Genau das macht schlechte Dokumentation gefährlich: Man verlässt sich auf das gemeinsame Gedächtnis. Bei Krankheit, Minijob-Wechsel oder einer Lohnanfrage bricht dieses Gedächtnis.
Wer muss was tun?
| Rolle | Aufgabe | Nicht ihre Aufgabe |
|---|---|---|
| Beschäftigte | Eigenen Tag stempeln oder nachtragen | Lohnart wählen |
| Inhaber / Leitung | Fehlende Tage und Korrekturen prüfen | Jeden Tag für alle eintippen |
| Steuerberatung | Stunden für die Abrechnung verwenden | Zettel nachträglich rekonstruieren |
Minijobs und Teilzeit
Die Arbeitsschutzpflicht knüpft nicht an die Steuerklasse. Wer geringfügig beschäftigt ist, leistet trotzdem Arbeitszeit. Für den Lohn zählt zusätzlich die Stundengrenze des Minijobs – das ist ein anderer Zweck als die tägliche Dokumentation.
Wie viel Aufwand ist realistisch?
Zwei Klicks am Tag und zehn Minuten am Monatsende sind das Ziel. Alles, was eine Schulung oder ein zweites Gerät braucht, wird im kleinen Team nach drei Wochen umgangen.
Quellen & Stand
Aktualisiert: August 2026
- BAG, Beschluss vom 13. September 2022 – 1 ABR 22/21 · Bundesarbeitsgericht
- BMAS: Fragen und Antworten zur Arbeitszeiterfassung (Stand 8. August 2025) · Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Dieser Beitrag stützt sich auf öffentlich zugängliche Primärquellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung.