Zeiterfassungspflicht umsetzen – stempeln, prüfen, exportieren
Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung gilt seit dem BAG-Beschluss 2022. Diese Seite zeigt die Umsetzung im Betrieb mit Vivo. Der fachliche Leitfaden – BAG, BMAS, ArbZG – steht unter Wissen: Was dokumentiert werden sollte.
Seit September 2022
Das BAG-Beschluss vom 13. September 2022 verpflichtet alle Arbeitgeber zur systematischen Zeiterfassung.
Elektronisch ist geplant
Die Koalition will eine elektronische Form im ArbZG. Das BMAS (8.8.2025): Derzeit keine Formvorschrift – auch handschriftlich möglich. Nicht auf das Gesetz warten.
Bußgeld im Einzelfall
§ 22 ArbZG sieht für bestimmte Verstöße – darunter fehlende Mehrarbeits-Aufzeichnung – bis 30.000 € vor. Die BAG-Pflicht ahnden die Länder fallbezogen.
RECHTSLAGE
Was die Arbeitszeiterfassungspflicht bedeutet
Die Pflicht gilt bereits heute
Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 müssen alle Arbeitgeber in Deutschland ein System zur Erfassung der täglichen Arbeitszeiten einführen. Das gilt für jeden Betrieb – unabhängig von Größe, Branche oder ob ein Betriebsrat vorhanden ist.
Die Pflicht ergibt sich aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG. Die Bundesregierung will die Art der Aufzeichnung später als elektronische Pflicht im Arbeitszeitgesetz regeln. Das ist eine Absicht, kein bereits geltendes ArbZG-Gesetzesdetail.
Was für kleine Betriebe gilt
Wichtig für sehr kleine Teams
Die Dokumentationspflicht gilt auch mit zwei Beschäftigten. Das BMAS stellt klar: Derzeit gibt es keine Formvorschrift. Papier kann reichen, wenn Beginn, Ende und Dauer nachvollziehbar bleiben. Ob eine spätere elektronische Form Ausnahmen vorsieht, ist nicht die heutige Rechtslage.
- Alle Arbeitgeber mit mindestens einer beschäftigten Person betroffen
- Papier oder App möglich, solange Beginn, Ende und Dauer stehen
- Mehrarbeit über acht Stunden: Aufbewahrung mindestens zwei Jahre (§ 16 Abs. 2 ArbZG)
- Das System soll zugänglich sein – die Person muss ihre Zeiten nachvollziehen können
UMSETZUNG
Drei Wege zur Zeiterfassung – was passt zu dir?
Stundenzettel auf Papier
- Kostenlos
- Derzeit formfrei möglich, wenn nachvollziehbar
- Fehleranfällig, unleserlich
- Monatsunterlagen müssen manuell zusammengestellt werden
- Kein Überblick über Urlaub und Abwesenheiten
- Wird unpraktisch, sobald eine elektronische Form Gesetz würde
Excel-Tabelle
Eingeschränkt geeignet- Überstunden können berechnet werden
- Kostenlos
- Kein Echtzeit-Überblick
- Monatsunterlagen müssen manuell zusammengestellt werden
- Kein Zugang für Mitarbeiter
- Wird unpraktisch, sobald eine elektronische Form Gesetz würde
Vivo – App für kleine Betriebe
✦ Empfohlen- Mitarbeiter stempeln per App
- Überstunden automatisch berechnet
- Excel und PDF nach der Monatsprüfung
- Urlaubsverwaltung integriert
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FAQ
Häufige Fragen zur Arbeitszeiterfassungspflicht
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Seit dem BAG-Beschluss vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21) müssen Arbeitgeber ein System bereithalten, mit dem die geleistete Arbeitszeit erfasst werden kann (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG). Das BMAS (Stand 8. August 2025) stellt klar: Derzeit besteht keine Formvorschrift; die Aufzeichnung kann auch handschriftlich erfolgen. Eine elektronische Pflicht im Arbeitszeitgesetz ist politisch vorgesehen, aber noch kein geltendes Gesetzesdetail. Bei bestimmten ArbZG-Verstößen – etwa fehlender Aufzeichnung der Mehrarbeit nach § 16 Abs. 2 – kann die Geldbuße nach § 22 ArbZG bis 30.000 Euro betragen. Vivo hilft kleinen Betrieben, Zeiten zu stempeln, den Monat zu prüfen und Excel oder PDF zu exportieren. 2,90 € pro Nutzer, 30 Tage testen auf vivoteam.de. Der fachliche Leitfaden: Wissen zur Arbeitszeiterfassung.